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Referenzen, Holzhaus More, Projekt 12 Einfamilienhaus M / CH-Zürich Architekt: Oliver Majer I Hornberger Architekten, Zürich Haus am Zollikerberg CH

Holzhaus More, Projekt 12
Einfamilienhaus M / CH-Zürich
Architekt: Oliver Majer I Hornberger Architekten, Zürich Haus am Zollikerberg CH

Im Detail

Haus am Zollikerberg CH
Das Grundstück liegt in der Kernzone. Darauf befand sich eine alte Scheune (Baujahr 1850), die zurück versetzt zu der Sennhofstrasse stand. Das tiefergezogene Satteldach mit einem Quergiebel verlieh dem Gebäude eine eigenständige Form. Die Bausubstanz der Holzkonstruktion war abbruchreif und nicht erhaltenswert. Geplant wurde ein Neubau eines Einfamilienhauses anstelle der baufälligen Scheune. In der Kernzone besteht ein baurechtlicher Anspruch auf Beibehaltung der bestehenden Grenz- und Gebäudeabstände. Vorgabe war somit die Lage und Größe der bestehenden Scheune zu übernehmen und die gegebenen Gebäudeproportionen wieder zu erstellen. Das Gebäude hat eine Breite von 14,8 m und eine Tiefe von lediglich 8,26 m. Der Giebel verläuft über die kürzere Gebäudeseite. Das Haus ist „breiter“ als „lang“. Auf die vorhandenen Nebenbauten an der westlichen Scheunenseite verzichtet das Neubauprojekt vollständig. Die Vorbauten auf den Stirnseiten unter dem heutigen Hauptdach werden mit gedeckten, offenen Elementen, wie Eingang und Sitzplatz auf der Südseite und Autoabstellplatz auf der Nordseite interpretiert. In Anlehnung an den Ausdruck der Scheune ist der Neubau in Holzelementbauweise gebaut worden. Die Entscheidung für die Holzelementbauweise war keine baurechtliche Vorgabe, sondern für Bauherren / Architekt einfach die natürliche Folge aus der vorhandenen Situation. Zudem auch die nachhaltige Konstruktion den Vorteil mit sich bringt, in relativ kurzer Bauzeit und mit geringem Baulärm den Neubau in der engen Umgebung zu realisieren. Die Fassade aus vorvergrautem Fichtenholz mit einer grauen Flachziegeldachdeckung fügt sich einheitlich, ruhig und zurückhaltend, in das bestehende Ortsbild ein. Es wurde aus funktionalen und ästhetischen Gründen auf einen Dachvorsprung verzichtet.

Das Haus verfügt über drei Wohngeschosse: Im Erdgeschoss mit Bezug zum Platz liegt der Haupteingang. Die Küche ist mit Essbereich zum Garten nach Süden ausgerichtet und bildet den zentralen Raum für das Familienleben. Im nördlichen Erdgeschoss sind die Nebennutzungen (Keller, Technikraum, WC) und der Autoabstellplatz angeordnet. Das Projekt verzichtet auf eine Unterkellerung. Im Obergeschoss befinden sich Kinder-, Schlaf- und Gästezimmer mit großen Fensteröffnungen Richtung Westen. Der Flur ist als offene Sichtachse in Längsrichtung Süd-Nord angelegt. Im Dachgeschoss ist ein offener Wohnraum mit einem im Dach eingeschnittenen Balkon auf der Südseite – ein idealer Rückzugsort. Vom Wohnraum bietet sich eine fantastische Aussicht in die Natur und bis nach Zürich. Weiter befindet sich dort auch ein Büro- und Abstellraum. Das über alle Geschosse offene Treppenhaus ist im Haus das zentrale Element, welches räumlich und kommunikativ verbindet. Die großen Fensteröffnungen mit schönen Blicken in die Umgebung ergeben einen hohen Alltagswert und ermöglichen einen vielseitigen Lichteinfall je nach Tageszeit.

Die Wände und Decken sind schlicht weiß gehalten. Sämtliche Schreiner-Einbauelemente wie Schränke, Innentüren und auch der Treppenkörper wurden in geölter Weißtanne ausgeführt. Der Fußboden ist im ganzen Haus mit geräuchertem, weiß geöltem und gebürsteten massivem Eichenparkett verlegt. In den Badezimmern wurden mit Bisazza Glasfliesen die notwendigen Wände gefliest. Die weiße Küche im Erdgeschoss unterstreicht die helle und freundliche Raumqualität. Die Außenfläche auf der Nordseite vor dem Autoabstellplatz ist eine chaussierte, sickerungsfähige Kiesfläche analog zum Sennhofweg. Auf der Südseite wird eine Grünfläche als Spiel- und erweiterter Sitzplatzbereich angelegt. Die Bepflanzung soll aus unterschiedlichen Büschen, Stauden und Blumen sowie einen Kirschbaum bestehen. Insgesamt wurde mit der Planung das Ziel erreicht, einen Neubau im gewachsenen Ortskern erfolgreich zu integrieren. Der schlichte Neubau „strahlt“ durch die charakteristischen alten Nachbarhäuser.

Im Überblick

Fassade
Fichte Anstrich Silverwood

Heizsystem
Wärmepumpe mit Tiefenbohrung

Besonderheit
schmale Restparzelle

Wohnfläche
190m²

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